Auch in diesem Jahr hatten wir einen recht milden Winter. Dies führte schon zu Jahresbeginn zu einer hohen Pollenkonzentration der Luft und verursachte bei vielen Menschen besonders frühzeitige Heuschnupfensymptome:

  • brennende und juckende Augen
  • reichliches, meist wundmachendes, wässriges Nasensekret
  • juckender Gaumen und Ohren
  • Niesen und sogar Halsschmerzen

Der Heuschnupfen (Rhinitis allergica), gehört wie die Neurodermitis, die Nesselsucht (Urtikaria) und das Asthma bronchiale zum atopischen Formenkreis. Der Begriff „Atopie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „sonderbar oder ungewöhnlich“. Er beschreibt die Neigung, auf harmlose Substanzen der Umwelt wie Pollen, Hausstaub oder Lebensmittel mit einer Überempfindlichkeit zu reagieren – also einer überschießenden Immunreaktion.

Die Ursachen des Heuschnupfens sind vielfältig, man spricht von einem multifaktoriellen Geschehen: Erwiesen ist eine gewisse familiäre Belastung, diskutiert werden auch die zunehmenden Belastungen unserer Umwelt sowie ein gestörtes Darmmilieu.

 

Was kann nun die Homöopathie beim Heuschnupfen leisten?

Wie bei jeder chronischen Erkrankung bedarf es zu Beginn der homöopathischen Behandlung einer vollständigen Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte). Besonders wichtig sind mir hier auch Ihre Gedanken und Gefühle, die Sie sich während Ihrer aktuellen Heuschnupfensymptomatik machen, sowie Ihr Verhalten und der ganz konkrete Umgang mit Ihren Beschwerden.

Im Anschluss erfolgt die Repertorisation, also die Analyse der vorangegangenen Anamnese, die zum Ziel hat, Ihr individuelles homöopathisches Arzneimittel zu finden. Dieses Arzneimittel soll Ihre Selbstheilungskräfte, in der Homöopathie spricht man von der Lebenskraft (Dynamis), aktivieren und damit die überschießenden Immunreaktionen regulieren. Hierfür stehen in der Homöopathie mehr als 2000 Substanzen aus dem Mineral,- Pflanzen- und Tierreich zur Verfügung.

Über den Stellenwert der Homöopathie lesen Sie bitte das Hauptkapitel.

 

Unterstützende Therapien

Eigenbluttherapie

Unterstützend zur Homöopathie ergänze ich meine Heuschnupfen Therapie meist mit einer Stimulation des Immunsystems durch die Eigenblutbehandlung oder Eigennosoden (Körpersubstanzverdünnungen aus z.B. Blut und/oder anderen Körpersäften).

Darmgesundheit

Im Laufe der Jahre habe ich bei fast all meinen Heuschnupfen-Patienten ein gestörtes Mikrobiom (Darmflora) diagnostiziert. Eine differenzierte Stuhluntersuchung gibt über die aktuelle Situation im Darm genaue Auskunft und bildet so die Grundlage einer gezielten Darmsanierung und Modulation des Immunsystems.

Wassertrinken

Darüber hinaus empfehle ich allen meinen unter Allergien leidenden Patienten, ausreichend viel klares und stilles Wasser zu trinken, dies mindert laut Dr. Batmanghelidji die Histaminausschüttung aus den Mastzellen des Gewebes, die für die oben genannten allergischen Erscheinungen verantwortlich sind. Ein gutes Maß sind hier 30 ml Wasser auf ein Kilogramm Körpergewicht.

 

Über die Methodik und Wirkungsweise der Homöopathie erfahren Sie hier mehr.